Offener Brief an die Bundesregierung zum Umgang mit der Corona Pandemie

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit März 2020 halten Sie dieses Land im Klammergriff, hebeln etliche Grundrechte aus und lassen sich dafür feiern. Warum eigentlich? Was haben Sie denn wirklich getan, um unser Land voranzubringen und unsere Bevölkerung zu schützen? Was haben Sie eigentlich aus den Erfahrungen gelernt?

Ich kann Ihnen sagen, was ich gelernt habe. Nämlich, dass Sie alle komplett unfähig sind unser Land in dieser Krise angemessen zu regieren. Jetzt haben Sie auch noch den Vogel abgeschossen mit Ihrer neuesten Videokampagne und das lässt das Fass zum Überlaufen bringen.

Alle die, die faul und ausgesprochen eklig sind – also irgendwas aus der Dose essen, sich den Mund mit den Händen abwischen, diese mitnichten waschen und weiter alles anfassen, die zwar in die Armbeuge niesen, dort jedoch nicht sauber machen (und die Nase nicht putzen) – ohne Ehrgeiz handeln– was ja erzählt wird – das sind also unsere neuen Helden? Mal ganz davon abgesehen, dass dort speziell Gamer angesprochen werden, die mit ihrer Kampagne diskreditiert werden. Das ist also das „bessere“ Volk?

Ein Schlag ins Gesicht – nein die Faust ins Gesicht muss man schon sagen – an all diejenigen, die unser Land in dieser Krise am Laufen halten. Die täglich arbeiten gehen, eventuell ihre Kinder oder pflegebedürftigen Angehörigen versorgen, diejenigen, die ehrenamtlich tätig sind. Die sich also täglich der Gefahr aussetzen angesteckt zu werden.

Einen Orden bekommen die, die faul daheim hängen, während die arbeitende Bevölkerung ja scheinbar kontraproduktiv ist?

Na vielen Dank auch.

Anfang des Jahres brach dieser Virus in China aus. In Zeiten der Globalisierung war davon auszugehen, dass er sich in Windeseile über die Welt verbreiten wird. Das ist das Ding mit der Globalisierung, sie hat nicht nur Vorteile, sie hat auch Nachteile. Blitzschnelle Krankheitsübertragung gehört dazu.

Haben Sie da reagiert? Nein. Nennen wir es eine rein rhetorische Frage.

Dann folgten die furchtbaren Zustände und Todesfälle in Italien und als der Virus die Landesgrenzen Deutschlands überschritt, gerieten Sie in Panik und brachten unser Land zum Erliegen. Damit so etwas wie in Italien nicht bei uns passiert.

Das war das erste Mal, dass mein Kopf auf die Tischplatte wollte. Zustände wie in Italien. Dort wurden die Menschen in Krankenhäusern von Pflegepersonal infiziert. Schön der Reihe nach, weil die Hygiene – sagen wir suboptimal war.

Was haben Sie dann getan, um das zu verhindern? Hat unser Pflegepersonal sofort Masken bekommen? Genug? Ach nein, die gab es ja nicht. Da wir ja mittlerweile auch alles so billig wie möglich in China produzieren lassen, kamen wir auch nicht an Nachschub. Zu allem Überfluss wollten andere Länder jetzt auch Masken und traten mit uns in Konkurrenz. Sie fragen sich, was hat die blöde Kuh denn jetzt zu meckern, was hätte die denn besser gemacht? Dazu kommen wir am Ende. Jetzt zählen wir erst einmal auf.

Sie beschlossen also, unser Land mal eben so an die Wand zu fahren. Lockdown. Schulen und Kindergärten schließen. Nur systemrelevante Berufe durften ihre Kinder noch hinschicken.

Kinder waren übrigens am wenigsten gefährdet. Das wusste man, wenn man die Nachrichten über den Virus verfolgte oder das Deutsche Ärzteblatt las, etwas, das ihre Berater wohl nicht getan haben.

Also Kitas und Schulen schließen und die Eltern im Regen stehen lassen. Die mussten ihren kompletten Urlaub nehmen, haben teilweise ihre Jobs und somit ihr Einkommen verloren und von alleinerziehenden Eltern wollen wir gar nicht erst anfangen. Wieso haben die auch alle keine systemrelevanten Berufe? Selbst schuld…

Es wurde alles geschlossen und verboten, was nicht niet- und nagelfest war. Gaststätten, Einzelhandel, Kultur. Außer natürlich systemrelevante Geschäfte wie Baumärkte. Was hat Sie da eigentlich geritten? Dass Lebensmittel und Tierfutter weiter verfügbar sein musste, war selbstverständlich, obwohl es mich in der Situation nicht gewundert hätte, wenn die auch geschlossen worden wären, insbesondere nachdem uns erklärt wurde, wir bräuchten 14 Tage Vorräte.

Toilettenpapiervorrat war in der Folge dann für diverse Haushalte kein Problem mehr.

Nun entdeckte man, dass nicht nur Banken, sondern Pflegepersonal, Kassierer und Paketzusteller systemrelevant sind. Die aber nicht genug Leute hatten, da viele wegen ihrer Kinder nicht zur Arbeit konnten. Diejenigen, die trotz miserabelster Arbeitsbedingungen jeden Tag schufteten, wurden dann abends beklatscht. Das muss ihnen wohl reichen. Anständige Arbeitsbedingungen werden völlig überbewertet.

Es wurde viel über die Abstandsregel gesprochen. 1,5 Meter Abstand musste eingehalten werden. Was es nicht gab, war eine Maskenpflicht. Ich möchte jetzt die Pfleger sehen, die mit 2 Meter langen Armen ihre Patienten versorgen können. Oder mal die Arbeitsplätze inspizieren, die alle nicht auf Abstand eingerichtet wurden und dann nicht verändert werden konnten. Masken waren aber erst nicht notwendig, dann wirkten sie nicht, danach waren es Virenschleudern und jetzt haben wir Maskenpflicht. Fällt Ihnen da etwas auf? Pures Chaos. Keiner glaubt mehr an irgendwas. Mein Kopf will wieder auf die Tischplatte.

Kleiner Ausritt:

Mein Mann und ich hatten vor dem Lockdown ein Aquarium, ein knapp 3 Meter langes Becken gekauft, das jetzt nicht geliefert werden konnte, weil man dazu 8 Träger brauchte und diese wegen der Abstandsregel nicht in Fahrzeugen kommen konnten, sondern mit der Bahn fahren mussten. Das Becken ist nur einen Meter breit, Abstand von 1,5m unmöglich. Für den Unterschrank benötigten wir auch noch Holz. Also fuhren wir zum Baumarkt – wir konnten der Irrsinns-Regel also etwas abgewinnen. Nur durften wir dort nicht zusammen hinein. Nur einzeln. Wegen der Infektionsgefahr.

Also Sex haben durften wir, aber zusammen in den Baumarkt? Never! Zu gefährlich!

Ich ging allein hinein, sah dann beim Zuschnitt 4 Männer stehen und fragte nach Zuschnitt. Bekam aber die Antwort, es dürfe kein Zuschnitt mehr gemacht werden, es gäbe nicht genug Personal. Sagten die 4 Mitarbeiter, die ohne Maske und Abstand miteinander plauderten.

Warum ist das jetzt für Sie relevant? Weil es keine Standards gab. Keine guten Regeln. Keine Vorgaben. Es wäre Ihr Job gewesen, diese zu erstellen.

Fortan wurde wir regiert von einem Virologen, dem RKI und der Panik. Jeder, der sich gegen Ihre Maßnahmen aussprach, wurde diskreditiert. Selbst wenn er noch so viel Erfahrung hatte. Als Epidemiologe zum Beispiel.

Der Sommer kam, der Lockdown wurde aufgehoben, aber allen beim Lockdown geschlossenen Läden wurde eine Hygienekonzept aufgezwungen. Dann durften sie auch öffnen.

Das sieht dann so aus:

Macht euch gefälligst schlau, was ihr tun müsst, wir sagen euch das nicht. Aber macht es richtig, sonst zahlt ihr Strafe. Oder werdet geschlossen.

Es gab keine offenen Informationen darüber, was man als Geschäftsinhaber so machen musste, das musste man mühsam bei IHK, Verbänden etc. erfragen.

Nachdem dann alle ihre Listen hatten und die Anzahl erlaubter Kunden pro Quadratmeter geregelt waren, lief ja alles Bestens. Ach nein, halt. Konzerte? Kultur? Fehlanzeige. Künstler sind die Gelackmeierten und alle die, die in diesem Bereich oder als Zulieferer arbeiten auch.

In der Zwischenzeit verteilte man Orden an alle, die dem Konzept hörig waren und verdammte die anderen. Es hatte zwar niemand die Absicht Zensur auszuüben, aber das geschah dann doch. Jeder, der anderer Meinung war oder andere Fakten präsentierte, wurde mit dem Totschlagargument „Du findest also nichts dabei, wenn die Leute sterben?“ niedergeschmettert und facebook und Co löschten alles, was nicht ins Konzept passte. Meinungsfreiheit? Wer will die schon…

Ich finde etwas dabei, wenn Menschen sterben, aber wir verbieten auch keine Flugzeuge, Autos, Chemiefabriken, Pestizide oder alle anderen Sachen, an denen Menschen reihenweise sterben. Das kann man nicht vergleichen? Stimmt. Dem Virus sind wir ausgeliefert, Autos bauen wir selbst und fahren sie selbst und damit andere über den Haufen. Wir erlauben Antibiotika in der Tiermast und dass dann Menschen an Keimen sterben, die resistent sind – who cares.

Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Fakten über den Virus bekannt. Wenn man zum Beispiel das Deutsche Ärzteblatt las.

  • Ein niedriger Vitamin D Spiegel ist schlecht wegen der Gefahr zu erkranken und einen tödlichen Verlauf zu haben.
  • Der Virus ist anfangs im Rachenbereich und einfaches Zähneputzen und gurgeln hilft, um die Viruslast zu verringern.
  • Es braucht eine bestimmte Viruslast um überhaupt zu erkranken. Nicht jeder, der mit dem Virus in Berührung kommt, erkrankt.
  • Klimaanlagen sind Virenschleudern.

Es gibt also einen Unterschied zwischen Infiziert und erkrankt, allerdings wird der völlig ignoriert. Ebenfalls ignoriert wird der Tatbestand, dass ein PCR Test zwar nachweisen kann, ob man mal irgendwann mit dem Virus in Berührung kam, aber nicht, ob der Virus da noch lebte, vermehrungsfähig war oder ob man daran erkrankte. Stattdessen schürte man weiter Angst.

„Flatten the curve“ hieß es im März. Das bedeutet nichts weiter, dass man die Ansteckungsrate flach hält, aber nicht, dass der Virus im Sommer verschwindet. Es war aber schön ruhig im Sommer und statt diese Zeit zu nutzen, um etwas am System zu ändern, das nicht so reibungslos lief, tat man? Nichts.

Es kam also, wie es kommen musste. Herbstzeit, Erkältungszeit, die Zeit, in der der Vitamin D Spiegel sinkt – war da nicht was? Jedenfalls perfektes Wetter für Viren, die auf Suche nach einem Wirt sind.

Es wird jetzt wie verrückt getestet. Nur dumm, dass es keine Standardverfahren für diese Tests gibt und dass sie immer noch nicht diagnostisch geeignet sind. Aber hervorragend geeignet, um ein Volk wieder in Panik zu versetzen und einen weiteren Lockdown anzuordnen. Übrigens völlig am Parlament vorbei.

Dazu kommt diese irrsinnige Handhabung mit den Tests. Da will mein Kopf nicht nur einmal gegen die Tischplatte. Man nehme also Bürger 1, der mit einem Erkrankten Kontakt hatte. Dieser Bürger 1 wird also getestet, soll daheimbleiben. Der Partner von Bürger 1, also Bürger 2 wird nicht getestet und erhält keine Quarantäne, er darf arbeiten gehen und potentiell eingefangene Viren fleißig verbreiten. Die Arbeitskollegen und Freunde von Bürger 1 und 2 werden auch nicht getestet und müssen auch nicht in Quarantäne, verbreiten also die potentiell eingefangenen Viren fröhlich weiter. Wozu zum Teufel wird dann überhaupt getestet? Nach dem Erhalt des Ergebnisses – in dem Fall nach 10 Tagen – ist bei positivem Test nicht mehr nachzuvollziehen, wer den Virus an wen weitergegeben hat.

Was hätten Sie denn auch anders machen sollen? Mir fällt da eine ganze Menge ein. Zuvor aber noch ein Ausflug in die Biologie.

Viren sind Überlebenskünstler. Ähnlich wie Bakterien. Wo Bakterien Resistenzen entwickeln, mutieren Viren. Immer wieder und wieder. Bis sie wieder andocken können und sich vermehren. Das macht die Entwicklung eines Impfstoffes schwierig und ist der Grund dafür, dass Krankheiten immer wieder ausbrechen, obwohl gegen Sie geimpft wurde.

Nehmen wir Masern, das Schreckgespenst der Moderne. Die Masern gelten immer wieder als ausgestorben und brechen dann wieder aus. Schuld sind natürlich die Ungeimpften, die bösen Impfverweigerer. Nur könnten die Masern nicht ausbrechen, wenn sie ausgerottet wären. Ein Virus wird aber nicht ausgerottet, nur weil wir das so wollen und alle impfen. Es überlebt irgendwo. Übrigens denken Viren nicht. So als Hinweis. Wenn sie denken könnten, wäre das wohl: „Zelle? Da!“ Nicht etwas Komplexes wie „Die Menschen sind aber gut geeignet!“

Jedenfalls sind sie irgendwo und überleben und sobald sich ein potentieller Wirt nähert, werden sie aktiv. Egal ob geimpft oder nicht. Wer geimpft ist, hat Abwehrkräfte im Inneren des Körpers, aber keine Schutzmauer um sich herum.

Der Coronavirus mit dem wir es jetzt zu tun haben, stammt aus dem Tierreich. Er kann von Fledermaus zu irgendwas und von dort auf Menschen wandern und er mutiert.

Dieses Problem wird durch eine Impfung nicht gelöst. Das sieht man schon am Influenzavirus, das immer wieder mutiert und auch die befällt, die sich haben impfen lassen. Blöd für uns, überlebenswichtig für Viren.

Also halten wir fest. Der Virus wird nicht aussterben und somit wird er nicht nächstes Frühjahr seinen Schrecken verlieren, er wird uns begleiten, so wie alle anderen Viren auch.  Er wird immer wieder die befallen, die nicht geimpft sind oder bei denen die Impfung nicht gewirkt hat. Nebenbei gibt es viele Menschen, die sich nicht impfen lassen können wegen anderer Erkrankungen oder Allergien. Diese Menschen sind also potentielle Wirte und können das Ganze wieder aufflammen lassen. Wegen der möglichen Mutationen, die die Impfung dann unwirksam machen.

Wir können jetzt radikale Mittel ergreifen und alle Tiere dieser Welt abschlachten – wir sind ja schon auf einem guten Weg dahin – uns alle isolieren oder vielleicht doch vernünftige Wege finden?

Was würde ich also tun?

  1. Unsere Gesundheitssysteme wieder entprivatisieren.
    • Ärzte erhalten keine Pauschalen, sondern die Behandlungskosten für jeden Patienten, wie sie anfallen vergütet.
    • Medikamentenzuzahlungen entfallen
    • Vorsorge muss nicht aus eigener Tasche bezahlt werden
    • Medizinisches Personal muss aufgestockt werden
    • Die Ausrüstung für medizinisches Personal muss verbessert werden
    • Die Arbeitsbedingungen für medizinisches Personal müssen sich verbessern, weniger Arbeitszeit, mehr Ausgleich und mehr Zeit für die Patienten
    • Krankenhäuser sind dafür da, um Patienten zu behandeln, unabhängig von den Kosten
    • Die Anzahl an Intensivbetten muss erhöht werden
    • Krankenhausschließungen rückgängig machen
    • Jedes Krankenhaus braucht alle Abteilungen – Geburt, Innere, Chirurgie etc.
    • Alles medizinische Personal erhält regelmäßig Schulungen oder Weiterbildungen.
    • Der Vitamin D Spiegel mindestens der Risikogruppen wird überprüft und angepasst.

 

  1. Wir brauchen einen Plan.
    • Ausarbeitung eines Pandemieplanes unter der Aufsicht von Ärzten und Wissenschaftlern und der Zuarbeit von Industrie und Politikern
    • Bundesweite Standardmaßnahmen!
    • Spezielle Maßnahmen für Hotspots
    • Vorbereitung einer Pandemie mit dem Einkauf und der Lagerung aller nichtverderblicher Güter wie Binden, Masken, Ausrüstung etc.
    • Öffentlich zugängliche Regeln für die einzelnen Industriebereiche, also nicht „Such du mal“, sondern: „Hier ist deine Regel“

 

  1. Weniger Angst, mehr Zuversicht
    • Statt den Menschen Angst zu machen und ihnen alles zu verbieten, ihnen Wege aufzeigen, wie sie die Krise meistern können.
    • Einführung eines BGE – das erspart uns dann auch milliardenschwere Subventionen für gesperrte Unternehmen.
    • Familien müssen sich IMMER treffen dürfen. Soziale Kontakte dürfen nur minimal begrenzt werden. Massenhafte Unzufriedenheit ist der Tod jeder Regel.
    • Kinderbetreuung muss jederzeit gewährleistet werden.

 

  1. Gleiche Regeln für alle
    • Keine Sonderregeln für Länder, Regeln gelten bundesweit
    • Wenn Regeln erhoben werden, gelten diese für alle Bereiche, egal ob ÖPNV, Büros, Theater oder Handel und Gaststätten. Wenn also Abstand im Restaurant eingehalten werden muss, dann ebenso im Bus.
    • Legitimation der Maßnahmen durch den Bundestag.

 

Ich habe zwar wenig Hoffnung, dass Sie diesen Brief überhaupt ernst nehmen und darüber nachdenken, aber Wunder passieren ja immer wieder. In diesem Sinne hoffe ich, dass Sie anfangen zu denken und zu handeln – und zwar vernünftig.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Corina Halbich

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