Corona Tagebuch Tag 7

Aufgrund meiner verstopften Nase war das eine furchtbare Nacht. Die meiste Zeit verbringe ich wieder auf der Couch, Kräutertee trinkend. Dafür sind Hals und Rachen nicht trocken und wund, für irgendetwas muss das ja gut sein.

Ich bin also den ganzen Tag über ziemlich müde und werde noch wahnsinnig wegen dem „Keine-Luft-kriegen“. Letztendlich entschließe ich mich dazu, eine Nasenspülung zu machen. Ich finde das zwar gruselig und mache das äußerst ungern, aber watt mutt datt mutt.

Auf einem unserer Runden durch den Garten stelle ich fest, dass die ersten Zwiebelpflanzen die Blätter aus dem Boden schieben.

Das erinnert mich daran, dass ich den wilden und unansehnlichen Teil des Gartens vor unserer Haustür neu gestalten will. Dort war mal ein wunderbares Staudenbeet. Wunderbar so lange, bis unsere Hunde aus dem Beet eine Spiel- und Laufstrecke gemacht haben. Einzig Phlox und kanadische Goldrute wachsen da noch.

Ich setze mich also vor den PC und gestalte mit Blender (ein 3D Programm) ein Hochbeet, das ich nach einer längeren Recherche im Internet gefunden habe. Hier kann ich alles bemaßen und mit dem Eingeben der gewünschten Materialien den Bedarf herausfinden. Ich schlucke, als ich dann den Preis sehe – noch den Günstigsten – für den reinen Materialbedarf an Holz. Mit Lieferung „nur“ 400 Euro.

Das Recherche-Bild

Recherche, Konstruktion und Suche nach Lieferanten hat ziemlich lange gedauert, ich öffne mir also fix das vorletzte Einmachglas mit Hühnerbrühe, koche sie auf, bin wieder sehr verschwenderisch mit Tabasco und verquirle dann noch ein Ei mit hinein. Dazu wieder japanische Suppennudeln zum Satt werden. Low carb geht anders, aber ich muss ja erst wieder gesund werden.

Nebenbei koche ich eine neue Kanne Kräutertee und mache mir einen Vermerk, dass ich auf jeden Fall wieder neu Pfefferminze aussäen muss.

Die Nasenspülung zeigt den gewünschten Erfolg, ich wiederhole das am Abend und werfe mir eine Ibuprofen ein – gegen Entzündungen, in der Hoffung, dann die Nacht schlafen zu können.

Die ganze Untätigkeit und das Herumsitzen machen mich ganz nervös. Ich schiebe also immer öfter Gartenrunden ein, sehr zur Freude unserer Hündin, die so sehr oft rauskommt.

Den Abend beschließe ich – schniefend – mit der Nasenspülung, ohne Chips und Wein mit meinem Mann auf der Couch.

Fortsetzung hier

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